21. Türchen


Hallöchen und herzlich WILLKOMMEN am 21. Dezember!.
Heute öffnet sich das 21. Türchen meines Adventskalender-Gewinnspiels.

Ich möchte euch heute gerne die Gebrüder Jakob und William Grimm vorstellen. Dank ihrer Märchensammlung konnte mein Buch überhaupt erst entstehen! 


Jakob (http://www.grimms.de/)
"Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm stammten aus einer hessischen Beamten- und Pastorenfamilie. Sie hatten drei Brüder und eine Schwester, mit denen sie in den Städtchen Hanau und Steinau aufwuchsen. Der Vater starb schon 1796, sodass Jacob bereits mit elf Jahren die Stellung des Familienoberhauptes einnehmen musste. Eine Tante, die in Kassel Hofdame der hessischen Kurfürstin war, unterstützte die Familie finanziell.
Nach dem Abitur in Kassel begannen beide Brüder in Marburg Jura zu studieren. Der Vater hatte es so bestimmt. Wilhelm schloss dieses Studium ab, Jacob nicht. In Marburg wirkte der Einfluss ihres Lehrers Professor Friedrich Carl von Savigny ab 1803 prägend auf beide Brüder - sowohl in Bezug auf ihr wissenschaftliches Arbeiten als auch durch die gesellschaftlichen Kontakte, die sich für die Grimms ergaben.
Die Brüder wurden in die Künstler- und Wissenschaftlergruppe aufgenommen, die heute als "Heidelberger Romantiker" bezeichnet werden. Zu ihnen zählten zu Beginn des 19. Jahrhunderts Clemens Brentano, Sophie Mereau, Achim von Arnim, Bettina Brentano, Caroline von Günderode und Joseph Görres. Sie waren die Wortführer der literarischen Romantik in Deutschland.
Im Januar 1803 erhielt Jacob Grimm von Savigny eine Einladung nach Paris. Er sollte ihm beim Quellenstudium behilflich sein. Beiden Brüdern war diese Trennung schon nach kurzer Zeit unerträglich. Sie beschlossen daraufhin, ihr Leben lang zusammen zu leben und zu arbeiten. Jacob schrieb am 12. Juli 1803: "Lieber Wilhelm, wir wollen uns einmal nie trennen, und gesetzt, man wollte einen anders wohin tun, so müßte der andere gleich aufsagen. Wir sind nun diese Gemeinschaft so gewohnt, daß mich schon das Vereinzeln zum Tode betrüben könnte."

William (http://www.grimms.de/)
Mit dem Zusammentragen von Volksbüchern und dem Studium der Pariser Minnesängerhandschrift durch Jacob Grimm begann das Jahrzehnt der Sammlungen der Brüder. Dies war in den Jahren 1805 bis 1815. Gemeinsam mit Achim von Arnim und Clemens Brentano arbeiteten sie 1807 an einer der zentralen literarischen Veröffentlichungen der Romantik: "Des Knaben Wunderhorn".
Ab 1807 begannen sie Märchen zu sammeln und aus mündlicher Überlieferung aufzuzeichnen. 1812 erschien der erste Band ihrer "Kinder- und Hausmärchen". 1815 folgte der zweite Band. Besonderen Anteil an den Sammlungen hatte die hessische Bäuerin Dorothea Viehmann. Sie stammte aus einer hugenottischen Familie konnte und aus ihrem Gedächtnis mehr als 40, zu einem großen Teil französische Märchen exakt wiedergeben.
Beide Brüder rechneten nicht mit einem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Märchensammlung. Sie sahen ihre Arbeit vielmehr als Dienst am deutschen Kulturerbe. In diesen ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts veröffentlichen sie außerdem mehrere altdeutsche Sagen und Gedichte.

Zwischen 1808 und 1815 war Jacob Grimm für wechselnde Regierungen in Westfalen tätig - unter anderem für König Jérome Bonaparte, den Bruder Napoléons, und für das preußische Außenministerium. Von 1816 bis 1829 arbeiteten beide Brüder als Bibliothekare in Kassel. Diese Jahre waren Jacob Grimm zufolge die "ruhigste, arbeitsamste und vielleicht auch fruchtbarste Zeit" ihres Lebens. Aus dieser Position heraus veröffentlichten sie 1819 den ersten Band der "Deutschen Grammatik". Das "Grimm'sche Wörterbuch" ist bis heute ein Standardwerk in der Germanistik.
Wegen jahrelanger Spannungen mit dem hessischen Kurfürsten wechselten die Grimms 1830 zur Universität Göttingen. Dort bekleideten sie Bibliothekars- und Professorenstellen. Ab 1837 engagierte sich der liberal gesonnene Jacob Grimm politisch, was zu seiner Entlassung als Professor führte. 1840 wurden beide Brüder vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. als Mitglieder der "Akademie der Wissenschaften" mit einem Sondergehalt nach Berlin berufen. Dadurch kamen die Grimms in eine gehobene und gut bezahlte Position, die ihnen aber politische Zurückhaltung abverlangte. 1848 zog Jacob Grimm als Abgeordneter des Rheinpreußischen Bezirks Essen-Mühlheim in die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche ein.

Wilhelm Grimm starb im Dezember 1859, zwei Monate vor seinem 74. Geburtstag. Jacob starb vier Jahre später in Berlin. Dort sind beide Brüder begraben. Wie verabredet, haben sie ihr ganzes Leben zusammen gearbeitet und gelebt. Als die Schwester Lotte heiratete und den Haushalt der beiden nicht mehr führen konnte, nahm Wilhelm Grimm seine frühere Nachbarin Henrietta Dorothea Wild, eine Apothekerstochter, zur Frau. Diese Heirat sicherte das gewohnte Zusammenleben der Brüder bis zu ihrem Tod."

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http://www.grimms.de/
"Die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm und ihre schriftlichen und mündlichen Quellen
"Es war vielleicht gerade Zeit, diese Märchen festzuhalten, da diejenigen, die sie bewahren sollen, immer seltner werden ...", - heißt es 1812 in der Vorrede zu den Märchen der Brüder Grimm. Über zweihundert Texte haben Jacob und Wilhelm Grimm schließlich zusammengetragen, wobei sie - vornehmlich in und von Kassel aus - sowohl aus mündlicher Überlieferung als aus schriftlichen Quellen geschöpft haben.
Die Brüder Grimm sind weder sagen- und märchensammlend über Land gezogen. Auch ist der Anteil der "einfachen Leute" an ihren Märchen und Sagen eher gering. Vielmehr wurden sie von über fünfzig Märchenbeiträgerinnen und Märchenbeiträgern vor allem aus Hessen und Westfalen unterstützt, die - wie sie selbst - vornehmlich aus den gebildeten Schichten der Gesellschaft stammten und zumeist auch jüngeren Alters waren.

Die Märchen sind vielmehr, wie die Brüder Grimm später formulierten, "überall zu Hause", bei allen Völkern und in allen Ländern. Über ihren Ursprung und das Verhältnis zwischen "Natur- und Kunstpoesie" in ihrer Überlieferung diskutiert die Märchenforschung bis heute, ohne daß eine befriedigende Lösung dieser Frage gefunden wäre."


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Ich hoffe, dass euch der kleine Einblick gut gefallen hat :)
Weihnachtliche Grüße!
Jetzt geht es in den ENDSPURT!
(und ich muss noch Geschenke einpacken!)

Ann-Kathrin

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