3. Türchen


Hallöchen und herzlich WILLKOMMEN am 3. Dezember.
Heute öffnet sich das 3. Türchen meines Adventskalender-Gewinnspiels.

Heute möchte ich euch gerne Märchenelemente vorstellen, die ich auch in meinem Buch verwendet habe und die wiederkehrende Merkmale von Märchen sind :)


Märchen haben immer ähnliche Eigenschaften und stereotype Protagonisten. Neben dem bekannten Anfang „Es war einmal…“, der vor allem bei den Märchen der Gebrüder Grimm vorkommt, kommen natürlich auch in Schneewittchen verschiedene Protagonisten vor. Wichtig ist insgesamt vor allem die absolute Trennung von Gut und Böse und die Belohnung des Guten, sowie die Bestrafung des Bösen am Ende der Geschichte.

Schneewittchen: 
Sie verkörpert hier als Prinzessin/Königstochter einen wichtigen Heldentyp. Sie verliert zunächst ihren Status, indem sie aus dem Schloss vertrieben wird, und bei den Zwergen niedere Aufgaben verrichtet. Doch nicht nur der Verlust von Ansehen und Reichtum, sondern auch der Verlust von Menschen, wie beispielsweise der Mutter, ist hier typisch. Am Ende gewinnt sie jedoch einen höheren Status als am Anfang und wird nach ihrer Hochzeit mit dem Prinzen schließlich zur Königin.

Die böse Königin/Stiefmutter:
Tritt hier als Rolle der Gegenspielerin auf und ist verantwortlich für den Statusverlust der Heldin. Am Ende wird sie für ihre bösen Taten bestraft und dient als abschreckendes Beispiel.

Die sieben Zwerge: 
Zwerge treten oft in der Rolle von Helfern auf, wie auch in Schneewittchen. Sie gewähren der Heldin Obdach und beschützen sie.

Der Jäger: 
Tritt hier zunächst als Helfer der bösen Königin auf, besinnt sich jedoch eines Besseren und wird ebenfalls zum Helfer, indem er der Königin die Organe eines Tieres bringt.

Der Königssohn: 
Der Königssohn erlöst oder rettet typischerweise die Prinzessin, so auch in Schneewittchen. Dafür, dass er so wichtig ist, hat er meist dennoch nur einen recht kurzen Auftritt.

Sprechende Tiere: 
Obwohl diese in Schneewittchen nicht vorkommen, möchte ich auch diese Gruppe von Protagonisten nicht vorenthalten, da auch diese bei meinem Buch eine wichtige Rolle spielen. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Tiere im Märchen oft sprechen können und als dem Menschen gleichwertig betrachtet werden. Häufig handelt es sich auch um verwandelte Menschen. Grundsätzlich stehen Tiere aber zunächst für bestimmte Eigenschaften. Der Wolf ist beispielsweise ein Symbol für Gewaltbereitschaft und Bedrohung, während der Rabe als Unheilsbote gilt. Tiere treten im Märchen sowohl als Helfer, als auch als Gegenspieler auf.

Neben den Protagonisten spielen auch zentrale Motive und Symbole eine sehr wichtige Rolle. Anhand von Schneewittchen erläutere ich euch dazu einige Beispiele.

Die wichtigste Bedeutung in diesem Märchen kommt wohl den Zahlen zu, die wiederholt eine Erwähnung finden. Die Zahlen 3, 7 und 12 sind dabei besonders wichtig. 

Die 3: 
Steht typischer Weise für die Dreieinigkeit und ist somit ein Symbol für das Göttliche (3 göttliche Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung). In Schneewittchen kommt es bei den 3 Blutstropfen vor, die der Königin in den Schnee fallen und ihr von dem Kind künden, dass sie bekommen wird. Und auch die 3-fache Wiederholung „Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Schwarz wie Ebenholz“ nimmt das Motiv der 3 wieder mit auf und spielt natürlich auch bei meinem Buch eine wichtige Rolle.

Die 7: 
Die Summe aus 3 und 4 (Kardinalstugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung) steht für die Vollkommenheit. Dieses Motiv taucht in Schneewittchen besonders häufig auf. So erblüht Schneewittchen mit 7 zu „vollkommener“ Schönheit und findet bei den 7 Zwergen, hinter den 7 Bergen, Zuflucht, und soll in ihrem Haushalt 7 Aufgaben übernehmen. Und auch die böse Königin befragt im Märchen ihren Spiegel insgesamt 7-mal. Und auch in meinem Buch ist die 7 wichtig.

Die 12: 
Die 12 ist das Produkt aus 3 und 4 und steht genau wie die 7 für die Vollkommenheit. Obwohl die 12 in Schneewittchen nicht all zu wichtig ist, kommt auch sie in meinem Buch  vor. So hat das Buch abgesehen von Prolog und Epilog genau 12 Kapitel.

Neben den Zahlen gibt es natürlich auch noch andere Symbole. Interessant sind zum Beispiel die 3 Gegenstände, mit denen die böse Königin Schneewittchen den Tod bringen will. Der Schnürriemen (Gürtel/Cestus), der Kamm und der Apfel werden nämlich häufig auch mit Aphrodite, der Göttin der Liebe und der Schönheit, aus der griechischen Mythologie assoziiert. Und stehen auch hier für die Schönheit. Von diesen 3 Symbolen ist der Apfel wohl dasjenige, welches man als erstes mit Schneewittchen assoziiert, und auch „Zwischen Schnee und Ebenholz“ spielt das Symbol des Apfels eine wichtige Rolle.


Wer mein Buch aufmerksam liest, der kann das eine oder andere Element bestimmt entdecken :)

Lg
Ann-Kathrin

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